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Elterliche Sorge und Umgangsrecht Dortmund

Sorgerecht / Elterliche Sorge

Die Beibehaltung des gemeinsamen Sorgerechts nach Trennung und Scheidung ist die gesetzliche Regel. Die gemeinsame elterliche Sorge wird der Gestalt ausgestaltet, dass die Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens allein dem Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, obliegt.

Das Gericht trifft nur dann eine Regelung über die elterliche Sorge, wenn eine solche Entscheidung von einem Elternteil beantragt wird. Das Gericht soll jedoch im Zweifel das gemeinsame Sorgerecht beibehalten. Nur dann, wenn die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge und ihre Übertragung auf den antragstellenden Ehegatten dem Kindeswohl am besten entspricht, kann bei streitigem Sorgerecht die Alleinsorge auf diesen übertragen werden.

Umgangsrecht

Das Umgangsrecht dient dazu, den Kontakt des Kindes zu den Personen, die ihm besonders nahe stehen, aufrechtzuerhalten, zu pflegen und zu fördern. Dem Kind sollen insbesondere auch nach der Trennung und Scheidung seiner Eltern die gewachsenen familiären Beziehungen soweit als möglich erhalten bleiben. Der Umgang des Kindes mit beiden Elternteilen dient in der Regel dem Wohl des Kindes und ist von besonderer Bedeutung für seine Entwicklung.
Jeder Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind berechtigt und verpflichtet. Das Familiengericht kann auf Antrag das Umgangsrecht eines Elternteils einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist..

Das Umgangsrecht kann nicht davon abhängig gemacht werden, dass der Umgangsberechtigte den Unterhalt zahlt. Umgekehrt darf der Unterhaltspflichtige nicht deswegen den Unterhalt verweigern, weil das Kind keinen Umgang mit ihm will oder weil der sorgeberechtigte Elternteil den Umgang verhindert. Vereitelt der sorgeberechtigte Elternteil das Umgangsrecht, macht er sich unter Umständen wegen Kindesentziehung strafbar, § 235 StGB.

 
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